Unsere alten deutschen Monats- und Tagesnamen
„Einst hatten wir Namen für die zwölf Monde, bei denen wir uns etwas denken konnten“, schrieb der bekannte Dichter Herrmann Löns. Wer kann sich zum Beispiel unter „Februar“ etwas vorstellen? Oder unter „Januar“? Dieses Wort kommt von dem lateinischen Janus, einen römischen Gott. „März“ kommt von Mars, dem Kriegsgott der Römer. Die Namen Juli und August kommen von Julius Cäsar und Augustus, also wieder von zwei römischen Kaisern, die noch dazu Erbfeinde unserer germanischen Vorfahren waren.Bei den Römern begann das Kalenderjahr im März. Der September war daher der siebente Monat (septem = sieben), bei uns aber ist er der neunte Monat. Der Oktober war bei den Römern, wie der Name schon sagt, der achte Monat (octo = acht). Der November war bei den Römern der neunte Monat (nove = neun), bei uns aber ist er der Elfte. Der Dezember war damals der zehnte Monat (decem = zehn), bei uns ist er der Zwölfte.Dabei hatten unsere Vorfahren durchaus eigenständige Namen für die Monate. Sie wurden schon zur Zeit des Kaisers Karl des Franken (um 800 nach unserer Zeitrechnung) aufgezeichnet.
Der erste Monat heißt „Hartung“, „hart“ (althochdeutsch) bedeutet „viel“ oder „sehr“, also viel Eis, viel Schnee, viel Kälte: der Kältebringer.
Der zweite Monat heißt „Hornung“. Er hat seinen Namen vielleicht von „horen“, was sich paaren heißt.
Der dritte Monat ist der „Lenzing“, im Dichtermund kurz „Lenz“ genannt. Das althochdeutsche Wort bedeutet „Frühlingsmonat“.
Der vierte Monat ist der „Ostermond“. Ostara hieß bei unseren Vorfahren die Göttin des aufsteigenden Sonnenlichts. In diese Monat fällt die Auferstehung der Natur.
Der fünfte Monat ist der „Mai“ oder der „Wonnemond“. Mai ist ein echtes germanisches Wort und bedeutet „jung“ (Maid = junges Mädchen).
Der sechste Monat ist der „Brachet“: die Felder werden nicht bearbeitet, liegen brach.
Der siebente Monat ist der „Heuert“: die Wiesen werden gemäht, es gibt das erste Heu.
Der achte Monat heißt „Ernting“: die Ernte wird eingebracht.
Der neunte Monat heißt „Scheiding“: die langen Tage (länger als die Nächte) scheiden von uns.
Der zehnte Monat ist der „Gilbhart“ (gilb = gelb, hart = viel), also derjenige Monat, in dem es viel gelbes Laub gibt.
Der elfte Monat heißt „Nebelung“: derjenige Monat, der immer nebeliges Wetter bringt.
Der zwölfte Monat ist der „Julmond“, oder kurz „Jul“. Das Julfest war das größte Fest der Germanen. In den 12 Weihenächten um die Jahreswende, die auch „Rauchnächte“ genannt wurden, ruhte jede Arbeit solange, bis die Sonne zu neuem Lauf wieder aufstieg. Auf den Höhen wurden die „Sonnwendfeuer“ entzündet und feurige „Jul“- Räder zu Tal gerollt. Diese Lichtzeichen sollten die Sonne, die zwölf Tage lang festgebannt erscheint, wieder zurückrufen.
Quelle: „Nordische Zeitung“
Hinzu kommen die alten Namen der Wochentage:
Mondtag- Mond, also der (Naturkalender) bzw. Himmelskörper
Tyrstag- Tyr, Kriegsgott der Germanen
Wotanstag- Wotan, auch Odin, Hoor und die restlichen 186 Beinamen (Schlachtenlenker,Asenvater,..)
Donarstag- Donar, also Thor
Freytag- Frya, als Naturgott der Muttererde under der Väterland
Sonnabend- Sonne, lso der (Naturkalender) bzw. Himmelskörper
Sonntag- in Anlehnung an Baldur, der durch Tot und Wiedergeburt die 2 Sonnenwenden einleutet!
Die Wortverwantniss ergibt sich aus den englischen Wochennamen….
Diese Bereicherung der Rubrik, verdanken wir einem Leser des FN-Leipzig.